MALVIK



von hier aus hat man eine sehr gute Verbindung nach Trondheim:

Pro:
sehr gute Lage mit Wasserblick, perfekte Anbindung nach Trondheim

Kontra:
unfreundliches Personal, verdreckte Waschmaschinen, laute Bahnstrecken -  und Fluglinienverkehr

Empfehlenswert: Unentschlossen

 

Storsand Gård Camping

Storsandveien 1
7563 Malvik
Norwegen

Internet: www.storsandcamping.no
E-Mail: post@storsandcamping.no
Telefon:+4773976360

 GPS-Koordinaten:
Breitengrad 63° 25' 56" N (63.432430)
Längengrad 10° 42' 28" E (10.707780)

 

Lage:

Storsand Gård Camping liegt 17 km nordöstlich von Trondheim am Trondheimsfjord und der E6.

 

Umgebung:

Im mittelnorwegischen Verwaltungsbezirk Sør-Trøndelag liegt die Kommune* Malvik. Östlich gelegen von Trondheim der größten nördlich gelegensten Stadt und dritt größten Stadt Norwegens. Eine idyllische Landschaft geprägt von Gebirgen mit Blick auf den Trondheimsfjord.

*Kommune = Gemeinde

 

Anreise:

Wir sind in knapp 8 Stunden von Umea in Schweden nach Malvik in Norwegen gereist. Der Campingplatz ist von der E6 vom Norden und vom Süden aus, gut ausgeschildert.

 

Bahnhöfe:

Bahnhof Torp ca. 0,8 km entfernt
Midtsandan stasjon ca. 1,1 km entfernt
Haugan ca. 1,9 km entfernt

 

Busstationen:
Storsand 2 ca. 0,1 km entfernt
Storsand 1 ca. 0,1 km entfernt

 

Öffnungszeiten:

Der Campingplatz ist in der Saison vom 01.05. - 01.09. geöffnet. Während der Saison ist die Rezeption täglich von 09:00 bis 23:00 Uhr offen.

 

Ausstattung:

- Einzelwaschkabinen mit Warmwasser

- Waschbecken mit Warmwasser
- Duschen mit Warmwasser
- Babywickelraum
- Sanitärkabine für Rollstuhlfahrer
- Sitztoiletten
- Geschirrspülbecken
- Wäschewaschbecken
- Waschmaschine
- Wäschetrockner
- Entleerung von Kassettentoiletten
- WLAN auf einem Teil des Platzgeländes
- Fernsehstube
- Kinderspielplatz
- Kiosk
- Sandstrand
- Angelsteg
- Grillplatz
- Bootsvermietung
- Stromanschlüsse für 200 Camper
- 72 Campinghütten

 

Gelände: 

Gesamtfläche: 10 ha
Standplätze Touristen: 220
Parzellierte, nummerierte Standplätze für Touristen: 8
Standplätze Dauercamper: 30

 

Stellplätze: 

Die Stellplätze sind zum Teil mit 150er Schuko-Steckdosen ausgestattet. Wasseranschlüsse sind einzeln an verschiedenen Stellplätzen vorhanden, allerdings sind diese gleich für mehrere Parteien. Wir haben einen Terrassen Stellplatz gehabt. Diese sind ordentlich mit Steinen und einem schmalen Grünstreifen angelegt, zudem sind Sie auch parzelliert und verfügen über einen Wasserblick. Sie sind leider sehr eng, so dass man mit dem Nachbarn schon zusammen frühstückt. Dafür benötigt man aber, auf Grund dessen die Plätze so gut angelegt sind, keine extra Auffahrrampen. Die Stellflächen auf den Wiesen sind sehr uneben, da der Rasen stellenweise kaputt ist. Dort kann man allerdings stehen wie man will und sich mehr entfalten, da auf den Wiesenplätzen nichts parzelliert ist. Dafür muss man aber auf den Wasserblick verzichten.

 

Preise:

Wir haben für zwei Personen und unserem Wohnmobil 320,00 Norwegische Kronen pro Nacht bezahlt. Bei einem aktuellen Umrechnungskurs von 1,00 € = 9,184 NOK (Stand: 12.03.2017) sind das ca. 35,00 € umgerechnet.

Hütte 1: 4 Schlafplätze, Kochplatte und Kühlschrank = 570,- NOK / Nacht

Hütte 2: 1 Schlafzimmer mit 4 Schlafplätzen, gefliestes Bad mit Dusche und WC, komplett ausgestattete Küche und Terrasse = 790,- NOK / Nacht

Hütte 3: 2 Schlafzimmer, gefliestes Bad mit Dusche und WC, komplett ausgestattete Küche, Sofagruppe und Fernseher, Terrasse = 1.040,- NOK / Nacht

Hütte 4: 1 Schlafzimmer mit 4 Schlafplätzen, Stube mit Sofagruppe, Küche mit Kochplatte und Kühlschrank, Terrasse = 680,- NOK / Nacht

Motel: 6 Schlafplätze, Sofagruppe, komplett ausgestattete Küche mit Kochmöglichkeit, Terrasse, gefliestes Bad mit Dusche und WC = 890,- NOK / Nacht

 

Abreise:

Die Abreise muss bis 12:00 Uhr erfolgen.

 

Beschreibung:

Auf der Suche nach einem Campingplatz in der Nähe von Trondheim, sind wir über die Google Suchmaschine auf "Storsand Gård Camping" gestoßen. Telefonisch haben wir vorab versucht einen Platz zu reservieren. Man teilte uns etwas unfreundlich mit, dass dies nicht üblich wäre. Es wären aber genügend Plätze vorhanden, so dass wir jederzeit kommen dürften.

 

Also packten wir unsere Sachen in Umea (Schweden) zusammen und machten uns auf die achtstündige Fahrt nach Malvik (Norwegen). Gegen 20 Uhr kamen wir am Campingplatz an. Wir hielten zunächst vor der Rezeption um uns dort anzumelden. Die Verständigung war auf Englisch möglich. Wir haben einen parzellierten Stellplatz mit Strom und Wasserblick gebucht. Die Zahlung musste sofort beim einchecken erfolgen, was für uns etwas blöd war, da wir keine festen Tage geplant hatten. Gebucht haben wir dann erst einmal drei Nächte. Wir bekamen noch kurz den Weg erklärt und das man im Shop morgens Brötchen bekommt.

 

Den Stellplatz durften wir uns an den Terrassen selbst auswählen. Doch war nicht mehr viel Auswahl vorhanden. Die unteren Terrassenstellplätze waren schon belegt, oben gelegen standen dann noch die letzten zwei Plätze zur Auswahl. Leider keine schönen Plätze mehr, doch an dem Tag waren wir nach der langen Fahrt einfach nur noch froh, etwas essen und endlich zur Ruhe kommen zu können. Am nächsten Tag reisten dann auch schon wieder einige ab, so dass wir dann noch einen schöneren Platz fanden, auf den wir wechselten.

 

Da wir bereits einige Wochen unterwegs waren, stand für den ersten Tag erst einmal Wäsche waschen auf dem Plan. In der Rezeption holte ich mir Waschchips, die ich für die Waschmaschine benötigte. Der Waschraum bestand aus einem Waschbecken, zwei Waschmaschinen und einem Trockner. Eine der Maschinen war defekt und die andere war noch mit bereits gewaschener Wäsche belegt. Also wartete ich und wartete und wartete...Irgendwann nach einer Stunde kam dann ein Mitarbeiter vom Platz der die Wäsche raus holte und Sie anschließend in den Trockner packte. Dabei sah ich dann, dass es irgendwelche Putzlappen waren. Super dachte ich mir noch, dass die die auch noch hier waschen, wo nur eine Maschine vorhanden war und der Campingplatz weit über 100 Gäste beherbergte. Ich stellte meine Maschine an und ging zurück zu unserem Wohnmobil. Nach gut 45 Minuten machte ich mich dann auf den Weg um zu schauen, ob die Wäsche schon fertig ist. Kurz nachdem ich dort an kam, war die Maschine dann auch fertig. Da es draußen regnete und ich noch mehr Wäsche hatte, wollte ich diese gleich noch im Trockner trocknen. Doch der Mitarbeiter hatte seine Sachen noch nicht raus geholt. Also wartete ich in Hoffnung das er gleich kommen würde, da es sich eigentlich auch nicht gehört, die Wäsche anderer einfach aus der Maschine zu nehmen. Nach mehr als einer halben Stunde warten, reichte es mir dann doch und ich nahm die Wäsche raus. Waren es ja doch nur irgendwelche Putzlappen. Ich stellte den Trockner dann an, für den ich auch extra einen Waschchip benötigte, den ich für 80,- NOK gekauft habe. Dann kam natürlich gleich eine Fehlermeldung. Ich überprüfte dann das Sieb und sah auch sofort das Dilemma. Komplett voll mit dicken Flusen. Also reinigte ich das Sieb nun auch noch und stellte ihn dann erneut an. Zum Glück hatte er nur pausiert, so dass ich keinen neuen Chip rein stecken musste. Da Trockner nicht so lange laufen wie Waschmaschinen, setzte ich mich mit einem mitgebrachten Buch in die Küche, die sich in einem Nebenraum befand. Nach wenigen Minuten hörte ich dann wie jemand hinein kam und in den Wäscheraum ging. Normalerweise wäre ich nicht gleich aufgestanden, doch irgendwas sagte mir ich müsse nach meine Wäsche schauen. Also ging ich hinüber und erwischte doch gerade eine junge Frau dabei, wie Sie den Trockner öffnen will. Prompt habe ich Sie zusammen gestaucht, sie solle die Maschine nicht stoppen, da ich dafür bezahlt habe. Ruckzuck war Sie weg und ich habe Sie auch nie wieder gesehen. Was für ein Stress, nur um Wäsche zu waschen. Mittlerweile habe ich gelernt, dass man auf Campingplätzen Ruhe und Zeit mitbringen muss. Als der Trockner dann fertig war und ich die Wäsche hinaus holte, hatte ich dann auch schon das nächste Dilemma. Mein schwarzes Lieblings-Shirt war voller roter Fusseln. Der Tag war für mich gelaufen. Den Rest des Tages, haben wir uns dann von der langen Fahrt erholt und eine Radtour für den nächsten Tag geplant. Wir haben uns noch den gesamten Campingplatz angesehen und uns zunehmend über den ständig lauten Flugverkehr geärgert, der direkt vor der Nase über dem Wasserblick verläuft.

 

Den zweiten Tag haben wir mit frischen Brötchen zum Frühstück, aus dem Shop, begonnen. Die ersten seit unserem mehrwöchigem Aufenthalt in Schweden, die endlich wieder essbar und als Brötchen vernehmbar waren. Die Schweden machen Brötchen, die von der Konsistenz her, eher wie Milchbrötchen sind. Absolut nicht unser Fall. Nach einem ausgiebigem Frühstück haben wir uns dann auf unsere Fahrräder geschwungen und uns mit dem Navi eine Route raus gesucht, die am Trondheimsfjord entlang nach Trondheim führt. Eine wunderschöne Route mit sagenhaften Ausblicken, die man in einer Stunde bewältigen kann. In Trondheim haben wir uns einige Sehenswürdigkeiten angesehen, wie ihr auch in meinem Bericht über Trondheim nachlesen könnt.

 

Den dritten Tag haben wir damit verbracht, vom Campingplatz aus zum Einkaufscenter Malvik Senter zu laufen. Wir haben für den steilen und zum Teil rutschigen Bergaufstieg zum Einkaufszentrum gut 1,5 h benötigt. Hinunter war es nachher nur noch 1 Stunde. Das Einkaufszentrum steht zum größten Teil leer. Die Preise für Lebensmittel sind dort so hoch, dass wahrscheinlich nicht viel Geld zum shoppen übrig bleibt. Teilweise zahlt man dort im Handel und Discounter vierfach soviel wie in Deutschland. Auf dem Weg haben wir viele Pilze entdeckt, die wir aber stehen lassen haben. Nachdem langen Einkaufstrip haben wir es uns vor dem Womo (Wohnmobil) gemütlich gemacht. Wir haben uns dann entschieden noch einmal zu verlängern, da wir noch nicht alles von Trondheim gesehen hatten, was aber unser Ziel war.

 

Am vierten Tag hatten wir wechselhaftes Wetter, mit ständigen Regenschauern. Also entschieden wir kurzerhand mit dem Bus nach Trondheim zu fahren. In der Rezeption bekamen wir die nötigen Abfahrzeiten. Die Haltestelle liegt nur 2 Minuten Fußweg, vom Campingplatz entfernt. Der Bus kam pünktlich. Wir haben direkt beim Fahrer Fahrausweise erstanden und sind dann irgendwo in der City von Trondheim ausgestiegen. Wir haben uns die Buslinie für den Rückweg gemerkt. Den Tag über haben wir uns noch einige Sehenswürdigkeiten angesehen und bei einem Burger King gegessen. Hier haben wir den dreifachen Preis, als in Deutschland, gezahlt. Für uns war es der teuerste Burger King Besuch, den wir je erlebt haben. Am fünften Tag sind wir dann auch schon wieder abgereist. Wir hatten die wichtigsten Sachen gesehen, die wir auf unserer Liste hatten und waren soweit mit unserem Besuch zufrieden. Sofern wir uns nicht die negativen Ereignisse in Erinnerung rufen. Von der Lage her, ist der Campingplatz perfekt gelegen zu Trondheim. Doch muss man selbst wissen, ob man diese negativen Abstriche verträgt oder nicht.

 

Einkaufszentrum:

Malvik Senter

Svebergveien 3

7550 Hommelvik

Norwegen

Öffnungszeiten: Mo - Fr 9:00 - 20:00 Uhr; Sa 9:00 - 18:00 Uhr

Das Einkaufszentrum ist ca. 3km vom Campingplatz entfernt.

 

Gastronomien:

Pizzeria: Pizzabakeren Vikhammer, Stasjonsvegen 1, 7560 Vikhammer; www.pizzabakeren.no

Italiener: Napolitana AS, Betaniavegen 1 A, 7563 Malvik

 

Für zwei Pizzen und ein 0,5l Softdrink haben wir insgesamt 287,00 NOK bezahlt. Das sind umgerechnet ca. 30,00 € gewesen.

 

Fazit:

Sollten wir noch einmal hoch im Norden landen, werden wir diesen Campingplatz denke ich, wieder ansteuern. Von der Lage her und den Stellplätzen war er für uns optimal. Nach Trondheim konnten wir mit dem Bus oder dem Fahrrad fahren, so dass wir auch nicht bei schlechtem Wetter eingeschränkt waren. Die Anbindung war für uns perfekt.

 

Das Preis-/ Leistungsverhältnis war für einen Norwegen Urlaub angemessen. Der Service ist etwas zu unfreundlich. Man könnte sich mehr Mühe geben dem Kunden Wiedersehensfreude mit zu geben. Im Shop bekommt man die nötigsten Hygiene- und Lebensmittel, sowie kleine Snacks und Eis. Die Auswahl ist mittelmäßig. Die Lage und der ordentlich angelegte Platz verleihen eine idyllische Atmosphäre. Allerdings muss man sich den ständigen Bahnstrecken- und Flugverkehr weg denken, wenn man Sie perfektioniert haben möchte. Ein widerliches Erlebnis waren Waschmaschine und Trockner, die man dort vermeiden sollte zu nutzen. Wir werden die Wäsche beim nächsten Mal woanders waschen bzw. mehr Wechselsachen als Reisegepäck mitnehmen.