BURG RABENSTEIN



Burgbesichtigung, wandern und Radfahren im Fläming:

 

Pro:
gut erhaltene Burg, schöne Wanderwege, interessante Folterkammer

Kontra:
ich habe noch kein Kontra gefunden

Empfehlenswert: Ja 

 

Burg Rabenstein
Burgherr Fritz Lintow
Zur Burg 49
14823 Rabenstein / Fläming E/3

 

Telefon: 033848-60221
Fax: 033848-60230
Internet: www.burgrabenstein.de
E-Mail: info@burgrabenstein.de

 

Lage:

Südwestlich gelegen von Berlin befindet sich im Land Brandenburg die Burg Rabenstein im Hohen Fläming. Nach Bad Belzig sind es ca. 17 km Entfernung bis zur Stadt Brandenburg an der Havel ca. 60 km.

 

Anreise:

Es besteht die Möglichkeit mit dem Auto über die A9 anzureisen. Man kann aber auch mit dem RE7 bis Bad Belzig fahren. Von dort aus mit einem Bus 20 Minuten weiter fahren und anschließendem Fußweg von 10 Minuten oder mit dem Fahrrad aus, in etwa einer Stunde vom Bahnhof Bad Belzig aus.

 

Öffnungszeiten:

Im Januar ist die Burg geschlossen. Im Februar öffnet das Wirtshaus Freitag-Sonntag von 11:00-20:00 Uhr. Ab März ist die Burg dann wieder täglich von 11:00-20:00 Uhr geöffnet.

 

Preise:

Übernachtung Kinder bis 12 Jahre mit Frühstück = 14,00 €

Übernachtung Jugendliche bis 16 Jahre mit Frühstück = 15,00 €

Übernachtung Jugendliche bis 18 Jahre mit Frühstück = 16,00 €

Übernachtung Erwachsene incl. Frühstück pro Bett = 20,00 €

(Übernachtungspreise ohne Bettwäsche)

Bettwäsche = 6,00 €

Turmbesichtigung Kind = 0,50 €
Turmbesichtigung Erwachsener = 2,00 €
Burgführung ca. 45-60 Minuten = 5,00 € pro Person
Naturführungen = 3,00 € pro Person

 

Geschichte:

Erbaut wurde die Burg Rabenstein zwischen den Jahren 1209 und 1212. Urkundlich erwähnt wurde Sie 1251 und 1277. Herzog von Sachsenberg "Albrecht II", hielt sich im Jahre 1296, zwei Jahre vor seinem Tod, dort auf.

Im Jahre 1298 wurde die Burg vom brandenburgischen Markgrafen Hermann III belagert. Der unterhalb der Burg liegende Ort Raben, wurde erstmals im Jahre 1377 urkundlich erwähnt.

Zu weiteren kriegerischen Auseinandersetzungen rund um die Burg, kam es dann im Jahre 1395. Magdeburgische Truppen schossen die Burg Rabenstein in Brand. Von der Burg wurden 14 Dörfer und die Gemarkung von 17 Wüstungen im Jahre 1428 verwaltet. Ein gewisser Albrecht von Leipzig, war zu dieser Zeit Amtmann.

An die Familien von Oppen, ging die Burg Rabenstein als Lehen im Jahre 1453. Im Jahre 1482 ging Sie dann in kurfürstlich-sächsischen Besitz über.

Ein Professor namens Unruh der Universität Wittenberg, kaufte im Jahre 1625 die Burg und das Gut für 20.000 Taler. Der dreißigjährige Krieg begann wenige Jahre später und somit wurde die Burg von schwedischen Truppen geplündert. Familie Leyser erbte die Anlage und das Gut im Jahre 1663.

1717 wurde eine Kapelle im Bergfried eingeweiht. Es folgten weitere Besitzer Rabensteins, wie Loesecke, Laue und Grust. Im Jahre 1920 wurde Sie wegen Baufälligkeit gesperrt. 1945 wurde Sie im Zuge der Bodenreform enteignet. Daraufhin zog hier eine Forstschule ein. Etwa 11 Jahre später, wurde in der Burg eine Jugendherberge eröffnet. Diese wurde 40 Jahre lang geführt. Heute ist die Gemeinde Rabenstein/Fläming Besitzer.

 

Rosmariesage:

Die Burg Rabenstein ist nicht nur die schönste Burg im Land Brandenburg, Sie ist auch noch eine Burg über die man sich die "Rosmariesage" erzählt.

Ein ritterliches Paar das einst auf der Burg lebte, hatte eine schöne Tochter namens Rosmarie. Am Abend eines Johannistages saß Sie am Fenster und sah die Dorfjugend, wie Sie sich bei Spiel und Tanz vergnügte. Weil Sie ebenfalls daran teilnehmen wollte, ging Sie in einfachen Kleidern zu dem wilden treiben.

Die Zeit verstrich wie im Fluge. So bemerkte Sie erst durch den plötzlichen Mitternachtsschlag, wie schnell die Zeit vergangen war. Vom Turm der Burg schallten die Hörner, was das Zeichen für die Schließung der Burgtore der Burg Rabenstein war. Erschrocken lief Sie hinauf zur Burg, doch war es schon zu spät.

Lautstark klopfte Sie ans Burgtor, bis man Sie irgendwann einließ. Der Turmwächter meldete den Vorfall dem Ritter, so dass Ihre Eltern Sie daraufhin in der Burgkapelle vor ihnen und allen Ahnen, erscheinen ließen. Dort bekam Sie die Strafe verkündet, auf ewig unsichtbar im Turm verbannt zu werden. Zudem solle Sie zwölf Hemden nähen für die Sie Leinen bekam, durfte aber nur alle 50 Jahre einen Nadelstich machen. Schafft Sie es diese fertig zu nähen, wird ihre Strafe erlassen.

Nur ein kühner Bursche der es schafft, die 30 Meter Turmhöhe an der Außenmauer ohne Hilfsmittel hoch zu klettern kann das arme Mädchen befreien. Viele haben dies bereits probiert, allerdings nicht geschafft. Noch heute geht Sie täglich um Mitternacht traurig durch die Burg, um sich in der Johannisnacht von ihren aufsteigenden Ahnen jedes Jahr aufs Neue, ihre Sünden vorhalten zu lassen.

 

Beschreibung:
Die stolze Burg Rabenstein erhebt sich oberhalb des kleinen Dorfes Raben auf dem "Steilen Hagen". Sie wurde Mitte des 13. Jahrhunderts als Burganlage errichtet. Der Rabenstein galt durch seine Lage und Wehrbauten lange Zeit als uneinnehmbar. In seinen Kellern konnten große Mengen an Vorräte gelagert werden.

 

Zur Burganlage gehören der Bergfried mit Folterkammer und Kapelle, sowie als Zeugnis mittelalterlicher Festlichkeiten der Rittersaal. Im Burgvorhof befindet sich, an der Nordseite etwas am Hang gelegen, der 75 m tiefe Burgbrunnen. Imposant ist auch die Scheune mit ihrem Tonnendach und das Backhaus mit dem alten Holzofen. Im Backhaus bekommt man frisch gebackenes Steinofenbrot, Schmalzbrote oder frisch gebackenen Blechkuchen. Der Ofen wird hier noch mit Holz und Reisig befeuert. Vom Bergfried, der etwa 30 m hoch ist, hat man einen überwältigenden Blick über den Hohen Fläming.

 

Im Haupthaus und in einem Nebengebäude der Burg, befindet sich eine Herberge. Hier finden 78 Gäste in Mehrbettzimmern Platz. Für die Freizeit stehen Gemeinschaftsräume zur Verfügung. Rittersaal und Scheune können für verschiedenste Veranstaltungen gemietet werden. Beliebt sind Hochzeitsfeiern nach der Trauung in der Turmkapelle, ebenso wie Ritteressen.

 

In der Falknerei auf der Burg Rabenstein finden jedes Jahr vom 01. April bis 15. Oktober, Dienstags bis Sonntags jeweils um 14:30 Uhr Flugvorführungen statt. In der Nebensaison können die Tiere nur besichtigt werden.

 

Die Burgführungen des modernen Grafen, ob für klein oder groß, sind ein unvergessliches Erlebnis. Hier fühlt man sich fast, als wäre man plötzlich in einem anderen Jahrhundert.

 

Im Restaurant der Burg Rabenstein, erhält man passend zur Burg, eine ritterliche Küche serviert. Hier bekommt man Rabensteiner Edelsäcke, Ritterplatte, sowie Wild und Fisch nach Saisonangebot.

 

Der Burghof ist Barrierefrei. Allerdings ist es schwierig mit einem Rollstuhl in die Gebäude zu gelangen. Toiletten gibt es in dem Burg Restaurant.

 

Restaurant:

Burg Rabenstein

Herberge und Ausschank

Zur Burg 49

14823 Rabenstein/Fläming

Tel.: 033848-60221

info@burgrabenstein.de

 

Preise:

Soljanka groß = 6,50 €
Steinofenbrot Griebenschmalz = 5,70 €
Champignons/Brot = 10,50 €
panierte Blumenkohl-Käse Medaillons = 11,50 €
Eisschokolade = 3,00 €
0,5l hell Ur Krostitzer = 3,70 €

Rinderroulade = 15,50 €

Schnitzel = 14,50 €

0,4l Tonic Water = 3,90 €

Tasse Kaffee = 2,00 €

Latte Macchiato = 3,50 €

Espresso = 2,20 €

0,3l Ur Krostitzer hell = 3,20 €

 

Das Essen im Restaurant war in Ordnung. Es hat geschmeckt und das Ambiente war gemütlich. Nur wurden wir vom Küchenchef bedient, der gerade eine blutende Wunde an einem Finger hatte. Das war nicht sehr appetitlich und hatte uns das Essen etwas verdorben.

Wir empfehlen die frischen Schmalz-Steinofenbrote, sowie den Blechkuchen vom Backhaus.

 

Veranstaltungen:

An den Osterfeiertagen, finden hier Ritterliche Festspiele statt. Gaukler, Schausteller, Sänger und Tänzer, bringen hier andere Zeiten zurück. Das Mittelalterfest haben wir schon einmal besucht. Wir haben uns dort sehr wohl gefühlt. Es gab eine Bühne mit Vorstellungen. Warmen Honigmet zum trinken, Leckereien für zwischendurch und schöne Handwerksstände. Hier findet man einzigartige Kunstwerke.

Ende September findet hier immer ein Marktspektakel für Jung und Alt mit Spielleuten und Gauklern statt.

 

Übernachtung:

Man kann hier in einem schönen Burg-Zimmer, der Gemäuer aus dem Jahre 1251 erstmals erwähnten Burg, nächtigen.

Zudem bietet sich die Herberge mit Mehrbettzimmern für bis zu 78 Personen, sehr gut für Klassenfahrten an.

 

Naturparkzentrum Hoher Fläming:

Besucherinformation-Ausstellung-Fahrradverleih-Flämingladen
Brennereiweg 45
14823 Rabenstein/Fläming OT Raben
www.flaeming.net
Telefon: 033848-60004

 

Das Naturparkzentrum in Raben befindet sich in der "Alten Brennerei" im Zentrum von Raben. Umgeben von den Naturschutzgebieten Rabenstein und Planetal ist das Zentrum von Raben der wichtigste Anlaufpunkt für Besucher des Naturparks. Hier erhält man kostenlose Informationen über den Park und die vielfältigen Freizeitangebote in der Umgebung.

 

Umgebung:

Der Naturpark Hoher Fläming ist ein Naturparadies für Wanderer und Fahrradfahrer. Es gibt verschiedene Wege auf denen man auch mal, einem Wolf der hier wieder lebt, begegnen kann. Leider waren Sie uns gegenüber scheu und haben sich versteckt. Mit seinen 827 qkm ist es das drittgrößte Großschutzgebiet im Bundesland Brandenburg.

Wanderer bekommen hier Erholung vom ersten Moment an. Hier begegnet man noch Fuchs und Reh, dafür aber Stundenlang keiner Menschenseele. Die Gegend gilt als am dünn besiedelten in Deutschland und ist deshalb ein Paradies für Stillesucher. Von der Burg und dem Naturparkzentrum Hoher Fläming aus, führen viele ausgeschilderte Wanderwege in den Hohen Fläming. Für Wanderer gibt es Karten unter www.wandern-im-flaeming.de.

Drei schöne Radtouren, gibt es für fahrfreudige Radfahrer.
1. Kleine Fläming-Radtour: 36 km
2. Feldsteinkirchen-Radtour: 29 km
3. 3-Burgen-Radtour: 51 km

Im Örtchen Raben gibt es in der Alten Brauerei eine Ausstellung.

 

Freizeitmöglichkeiten:

1. Burg Eisenhardt on Bad Belzig

2. Stein Therme Bad Belzig

3. Bauernmuseum in Blankenese

4. Bücher- und Bunkerstadt Wünsdorf

5. Draisinen-Tour im Fläming, An den Wulzen 23, 15806 Zossen

6. Glasmuseum in Glashütte

7. Kloster Zinna in Jüterbog OT. Kloster Zinna

8. Künstlerhaus Schloss Wiepersdorf

9. Luckenwalde die Stadt zwischen Mittelalter und Moderne

10. Schloss Wiesenburg

11. Ziesar - Bischofsresidenz - Kloster - Stadt

12. Postkutschfahrten mit dem Fläming Tourist in Bad Belzig

 

Zitat:

Wir waren hier schon mehrere Male. Ein tolles Ausflugsziel, wenn man Mal in Bad Belzig oder Brandenburg an der Havel unterwegs ist. Oft führte es uns hier zum spazieren gehen her, heute fahren wir hier sehr gerne Fahrrad. Für Naturfreunde, Wanderer und Radfahrer ist die Burg ein schöner Ausgangspunkt. Hier kann man sein Auto parken und einen aus gediegenen Spaziergang oder eine der Radtouren zu machen, um anschließend einen kleinen Snack aus der Backstube oder eine ordentliche Mahlzeit im Restaurant, einzunehmen. Wer einmal in der Nähe ist, sollte sich hier mal eine Auszeit, vom stressigen Alltag nehmen.

 

Bewertung:

Bis auf das eine nicht so schöne Erlebnis im Restaurant, gefällt es uns dort sehr gut. Mit dem Auto oder Fahrrad, kommt man einfach hin. Das Preis-/Leistungsverhältnis stimmt. Für Kinder ist es wahrscheinlich eher langweilig dort. Interessant für die ganze Familie wären dann wohl eher die Veranstaltungen. 

 


FILMTIERSCHULE SCHWEUNEKE



Tierzubehör, Tierpark und Filmtierschule in einem:

Pro:
gepflegte Anlage, Ausflugsmöglichkeit für die ganze Familie, günstiges Zoofachgeschäft

Kontra:
Abgelegen

Empfehlenswert: Ja 

 

Filmtierschule Schweuneke
Marzahner Str. 63
14798 Havelsee/ OT. Marzahne

Tel.: 033834-51803
Fax: 033834-51804
Mobil: 0172-3089340
www.schweuneke.de

 

Beschreibung:
Die Filmtierschule Schweuneke befindet sich in Marzahne (Havelsee). Sie wurde 1965 von Otto Schweuneke gegründet. Dieser baute die Schule, zu einem erfolgreichen Unternehmen auf und konnte dieses im Jahre 1990, an seinen Sohn Michael Schweuneke weiter geben, der diese heute auch noch führt. Auf dem mittlerweile mehr als 6.000qm Grundstück, findet man neben der Schule, einen Tierpark, einen Imbiss und ein Zoofachgeschäft. Zudem hat man hier die Möglichkeit, sich Requisiten aus Filmen anzusehen und sich diese auch für Foto- und Filmaufnahmen, auszuleihen.

 

Der kleine Tierpark, lädt zu einem gemütlichen Rundgang, mit der Familie ein. Vom Frühling an bis Ende Oktober, kann man hier täglich von 10-18 Uhr, in den Park. In einem kleinen Imbiss am Parkeingang, konnten wir Futter kaufen, mit dem wir einige der Tiere beim Rundgang, füttern durften. Zu dem sorgt der Imbiss auch mit Getränken und Snacks, für das leibliche Wohl.

 

In dem Park findet man Lamas, Esel, Affen und weitere Tiere. Insgesamt umfasst der Park der Zeit, rund 80 verschiedene Tierarten. Die Tiere werden hier nicht nur gehalten, sondern auch zu Filmtieren ausgebildet. Für außergewöhnliche Filmaufnahmen, hat man hier die Möglichkeit sich die Tiere auszuleihen. Neben exotischen Tieren wie Schlangen, bekommt man hier auch gewöhnliche Haustiere wie Hunde. Zusätzlich bieten Sie auch an, Tiere die Sie nicht im Bestand haben, zu organisieren und auszubilden. Das gesamte Gelände ist Barrierefrei. Toiletten müssten hier auch vorhanden sein, da der Imbiss Sitzplätze hat und es laut Gesetz vorgeschrieben ist, dass man Toiletten haben muss, wenn man Sitzplätze in der Gastronomie hat.

 

Alle weiteren Informationen findet Ihr vom Anbieter selbst auf der Homepage der Filmtierschule.

 

Fazit:

Für den Rundgang mit längeren Futterstopps und Nutzung des Spielplatzes, haben wir ca. 2 Stunden gebraucht. Ein kleiner Geheimtipp, für Menschen, die es gerne etwas ruhiger haben und keine großen Menschen Massen mögen. Um hierher zu gelangen, sollte man ein Auto zur Verfügung haben. Ideal ist, dass man hier, im Park spazieren gehen kann und zudem auch gleich noch Futter für die Haustiere bekommt.

Der Eintritt in den Park ist kostenlos. Lediglich für das Futter, mussten wir einen kleinen Beitrag zahlen, was wir aber auch gerne tun. Die Preise im Zoofachgeschäft sind teilweise günstiger, als in der Stadt Brandenburg, im Zoofachgeschäft. Ich gebe gerne meine Empfehlung für den Park und das Zoofachgeschäft weiter.

 

Bewertung:

Für mich gibt es hier nichts negatives zu berichten. Ich würde den Park jeder Zeit gerne wieder besuchen. 


SPARGELHOF KLAISTOW



ein überfülltes Ausflugsziel für die ganze Familie:

 

Pro:
abwechslungsreiche Angebote

Kontra:
am Wochenende ist hier im Sommer zu viel los

Empfehlenswert: Unentschlossen

 

Spargel- und Erlebnishof Klaistow

Glindower Straße 28
14547 Klaistow
Tel.: 033206-61070
Internet: www.spargelhof-klaistow.de

 

Lage:

Der Spargel- und Erlebnishof gehört zur Stadt Beelitz und befindet sich im Land Brandenburg.

 

Umgebung:

Klaistow liegt zwischen Kloster Lehnin und Beelitz. Bis nach Potsdam sind es von hier aus gerade Mal 20 km. Somit ist dies ein gutes Ausflugsziel, wenn man in der Landeshauptstadt oder einer der umliegenden Kleinstädte zu Besuch ist.

 

Anreise:

Wir sind mit dem PKW angereist. Die Anreise ist aber auch mit Öffentlichen Verkehrsmitteln, einem Shuttle-Bus oder dem Fahrrad möglich. Der Hof ist verkehrsgünstig an der A10 gelegen. Nur ein 1km von der Abfahrt Glindow entfernt.

Vom Europaradweg R1 aus, liegt der Hof ca. 5 Minuten entfernt.

Fahrpläne für den Bus 643 und dem Shuttle-Bus findet Ihr auf folgender Internetseite:

http://www.spargelhof-klaistow.de/fileadmin/pdf/web_bus_flyer_2016.pdf

 

Öffnungszeiten:

Der Spargel- und Erlebnishof eröffnet im März und geht nach dem Stroh-Festival zur Weihnachtszeit in die Winterpause.

 

Geschichte:

1991 haben Jörg Buschmann (gelernter Gärtnermeister) und Ernst-August Winkelmann (gelernter Kaufmann) auf 11 Hektar den ersten Spargel in Klaistow gepflanzt. Die ersten Verkäufe folgten über einen Stand am Feldrand. Im Jahre 1995 wurde die erste Halle mit einem kleinen Hofladen gebaut.

Bis zum Jahre 2003 hat sich der Hof kontinuierlich weiterentwickelt. Der Anbau und die Vermarktung des Spargel bildeten bis hierhin die einzigen Schwerpunkte. Noch im Jahre 2003 begannen umfangreiche Erweiterungsmaßnahmen. Neben dem Spargel tauchten nun auch noch andere Produkte auf. So steht seit dem Sommer 2004 die Heidelbeere als gesunde blaue Beere im Mittelpunkt. Sie können gekauft, selbst gepflückt oder im Heidelbeer-Café genossen werden.

Ebenfalls im Jahre 2004 kam dann auch der Kürbis dazu, der im Herbst im Mittelpunkt des Hofes steht. Seit 2007 gibt es nun auch noch unsere beliebte Erdbeere auf dem Hof, die man ebenfalls selbst pflücken kann. 2014 kam zur Weihnachtszeit das Stroh-Festival hinzu.

 

Ausstattung:

- Spielplatz: Riesenrutsche, Hüpfkissen, Matschstrecke und Bobbycar-Parcour

- Streichelwiese: mit zahmen Ziegen und Kamerunschafen

- Naturwildgehege: hier tummeln sich Rothirsche, Damwild, Muffelwild und Wildschweine

- Kletterwald: mit Skateboard in 6m Höhe durch die Luft sausen oder auf einer 200m langen Seilrutsche den Wald in rasanter Fahrt überqueren

- Spargelküche: Spargelzelt mit Biergarten bis 26. Juni

- Scheunenrestaurant: Täglich von 11:30 bis 19:00 Uhr geöffnet

- Hofladen

- Dekoscheune: Täglich ab 09:00 Uhr geöffnet

- Hofbäckerei

- Eis-Diele

- Heidelbeercafé

- Toiletten

- behindertengerechte Toilette

- Wickelraum

- über 1000 Parkplätze

- Schließfächer

- Fahrradständer

- Ladestation für Elektrofahrzeuge

 

Services:

- barrierefreier Hof

- kostenloser Eintritt
- kostenlose Parkplätze
- kostenfreie Ladestation für Elektrofahrzeuge
- bargeldloses bezahlen mit EC-Karte (gilt in der Dekoscheune, dem Hofladen, das Spargelzelt mit Biergarten und im Scheunenrestaurant

Hunde willkommen
- Geschenkgutscheine (erhält man im Hofladen oder im Büro)

 

Beschreibung:

Ich war bereits drei Mal auf dem Spargel- und Erlebnishof in Klaistow. Bei meinem ersten Besuch dort, sind wir durch das Wildtiergehege im angrenzenden Wald und anschließend über den Hof gelaufen. Durch das Waldgelände kann man entlang an den Gehegen schöne Spaziergänge machen. Frische Luft und das beobachten der Tiere mit ihren Jungen, gibt einem die Möglichkeit mal vom Alltag abzuschalten. Auf dem Hof gibt es neben dem Scheunenrestaurant und der Spargelküche im Bierzelt auch noch verschiedene Verkaufsstände. Hier bekommt man Eis, Suppen, belegte Brote oder auch einfach nur Bratwurst. Wir haben uns für Schmalzstulle mit Gewürzgurken und Gulaschsuppe entschieden. Das frische Brot ist sehr lecker, die dicken Scheiben sättigen schnell. Das Brot wird hier in der eigenen Hofbäckerei hergestellt. Man kann es hier auch käuflich erwerben. Uns hat es so gut geschmeckt, dass wir uns noch ein frisches Brot mitgenommen haben. Die Gulaschsuppe war kräftig gewürzt, hat allerdings zu wenig Beilagen gehabt. Das Fleisch wurde mehr oder weniger nur geschmacklich in der Suppe erahnt.

 

Danach gab es dann noch eine Kugel Eis auf die Hand. Hier hat man doch tatsächlich sogar die Möglichkeit Spargeleis zu essen. Ich habe es allerdings noch nie probiert. Als Eisliebhaberin möchte ich mir Eis geschmacklich nicht verderben und in meinen Augen ist das Spargeleis der Geschmacksverderber schlecht hin.

 

Da es auf dem Hof viel zu sehen und erleben gibt und man hier auch Nahrungstechnisch viel geboten bekommt, entschieden wir uns irgendwann dann mit meinem Bruder und seiner Freundin zum Spargel essen und spazieren gehen den Hof noch ein zweites Mal zu besuchen. Wir landeten an dem Tag im Spargelzelt. Ein Zelt mit ca. 50 Tischen, die fast alle belegt waren, als wir eintraten. Gleich am Eingang bekamen wir einen der letzten Tische, der allerdings vom Service und der Küche, genau am anderen Ende vom Zelt lag.

 

Die Getränke bekamen wir nach ca. 20 Minuten serviert. Das Essen lies insgesamt 45 Minuten auf sich warten. Was aber wohl auf den hohen Andrang zum Spargelessen zurück zu führen war. Dafür war das Essen sehr lecker. Der Spargel war geschmacklich gut und nicht holzig. Das Schnitzel war saftig und zart, die Kartoffeln standardgemäß gesalzen und die Sauce sowie braune Butter die perfekte Garnierung. Das Personal wirkte an dem Tag sehr genervt und kam ziemlich unwirsch rüber. Zudem fragte man uns nicht, wie wir zahlen wollen würden, als wir um die Rechnung und deren Zahlung baten. So musste die gute Dame noch einmal los laufen, um noch das EC-Gerät zu holen. Fünf Minuten Zeit die sie uns und sich ersparen hätte können, hätte Sie gleich gefragt und das Gerät schon beim Rechnung holen mitgebracht.

 

Bei einem dritten Besuch wollten wir nur einmal wieder Spargel essen. Leider blieb uns dieser Besuch nicht ganz so positiv in Erinnerung. Hier bekamen wir die Getränke erst serviert, nachdem wir schon das Essen fünf Minuten auf dem Tisch zu stehen hatten. Das Schnitzel war an dem Tag zäh und trocken, der Spargel hat nur nach Wasser geschmeckt und zu allem übel, gab es hier auch noch Personal was kein Deutsch verstand. Die ganze Zeit wurden wir von ein und der Selben Kellnerin bedient. Als wir dann schon eine Weile unser Essen fertig hatten, hielten wir nach Ihr Ausschau. Nachdem wir Sie mehrere Minuten lang nicht sichten konnten, sprachen wir eine junge Frau an, die gerade einen Nachbarstisch abräumte. Wir sagten Ihr das wir gerne zahlen würden. Doch mehr als ein langsames Wiederholen des Wortes "zahlen", kam aus Ihr nicht heraus. Sie machte den anderen Tisch leer und ging, ohne uns weiter zu beachten. Nach gut 20 Minuten, tauchte dann endlich unsere Kellnerin wieder auf und kassierte uns endlich ab. Das Schnitzel mit Spargel kam 15,95€ pro Portion. Ein normaler Preis fürs Spargelessen mit Schnitzel in unserer Region. Wir machten anschließend noch einen kurzen Rundgang über den Hof und fuhren dann auch zeitnah wieder zu Hause. War doch die Stimmung, durch das lange Warten, irgendwie im Keller.

 

Seit diesem letzten Besuch waren wir nicht noch einmal dort. An sich ist der Hof ein schönes erlebnisreiches Ausflugsziel. Doch gerade während der Saison und an den Wochenenden, ist es hier unheimlich überfüllt. Man findet kaum noch ruhige Plätze. An den Ständen kommt man oft nicht mehr ran und der Hofladen ist so überfüllt, dass man erst gar nicht mehr rein kommt. Ein Grund für mich den Hof zu diesen Stoßzeiten zu vermeiden. In jüngeren Jahren hatte ich nichts gegen Massenschubsen und war überall dabei. Heute fühle ich mich dort oft schnell beengt und will schnell wieder gehen. Das Essen war ja nun auch nicht immer Hervorragend, so dass ich extra jedes Mal die ca. 50km Fahrt hierher fahren muss, um Spargel zu essen. Das bekomme ich zu Hause besser und günstiger hin. Zum spazieren gehen und frisches belegtes Brot zu Essen, kann man dann doch mal einen Ausflug hierher machen. Im Waldgelände ist es wenigstens nicht immer so voll. Hier kann man noch etwas für sich sein.

 

Zusätzliche Angebote:

Es besteht die Möglichkeit für seinen Ausflug auf dem Hof zusätzliche Angebote zu buchen. So bekommt man noch tiefere Einblicke in die Hofgeschichte. Hierzu nimmt man Kontakt zur Gruppenleiterin auf.

Kontaktdaten:

Frau Christine Steinbach

Telefon: 033206 610 75

Fax: 033206 610 89

E-Mail: gruppen@spargelhof.de

 

Angebote:

1. Begrüßung: Verkostung hofeigener Spezialitäten je nach Saisonangebot

2. Betriebsführungen zur Spargelzeit: Ein Angebot das zur Spargelsaison täglich angeboten wird. In 45-60 Minuten wird einem der Weg des Spargels vom Feld auf den Teller erklärt.

3. Spargelseminar: Hier wird man selbst tätig. Spargel stechen und schälen mit anschließenden Tipps vom Chefkoch. Darauf folgt ein mehrgängiges Menü im beheizten Spargelzelt.

4. Waldführung durch das Naturwildgehege: In ca. 60 Minuten, wird man von der Tierpflegerin des Hofes, durch das im Wald befindliche Naturwildgehege geführt.

5. Tierfütterung: Diese findet nur Vormittags statt. Mit der Tierpflegerin geht es hier für 45-60 Minuten durch das Naturwildgehege.

6. Heidelbeerführung: Eine 60-minütige Führung die im Wald durch die Plantagen führt. Hier bekommt man die Möglichkeit eine 500-g Schale selbst zu füllen. Hierbei ist das Motto "Pflücken ohne Bücken".

7. Maislabyrinth: Von Juli bis Oktober bekommt man hier täglich irre viel Spaß im 1,2 km langen Labyrinth geboten.

8. Kürbisausstellung: Im September und Oktober kann man hier die farbenprächtige Ausstellung mit über 100.000 Exemplaren besichtigen. In einer 45-60 Minuten langen Führung, kann man sich die Ausstellung ansehen. Zugleich bekommt man allerhand Wissenswertes rund um den Kürbis erzählt.

9. Koch Show: In einer 60-Minütigen Show bekommt man viele Tipps zum lecker kochen mit frischem Gemüse vom Feld.

10. Kürbisschnitzen: Mit fachkundiger Anleitung könnt Ihr hier schaurig-schöne Kunstwerke entstehen lassen.

11. Bauernolympiade: Mit Spielen die die Muskeln und das Zwerchfell strapazieren, lernt man was ein Bauer alles können muss. Ob Gummistiefel-Weit Wurf, Kuhmelken oder Hufeisen-Zielwerfen, hier kommt man voll auf seine Kosten und kann sich bei einer spannenden und mal ganz anderen Olympiade so richtig schön ausleben.

12. GPS-Tour durch den Wald: In einer 90-120 Minuten langen Tour durch den Wald, bekommt man hier mit einem GPS-Gerät auf spielerische Weise den Umgang mit dem Gerät erklärt.

13. Stroh-Festival "Heiliger Strohsack!": Bei einer 45-60 Minuten langen Tour über die Strohausstellung im November und Dezember, bekommt man hier viel Wissenswertes über Stroh und Getreide geboten.

14. Gans zur Weihnachtsfeier: Hier bekommt man erklärt, wie man eine Gans richtig tranchiert.

15. Strohsterne basteln: Hier wird einem gezeigt, wie man dekorative Strohsterne für den Weihnachtsbaum, entstehen lassen kann.

16. Plätzchen backen oder Lebkuchenhaus bauen: In der Weihnachtsbäckerei die sich in der Hofscheune befindet, werden hier zusammen Weihnachtsleckereien kreiert.

17. Kutsch- oder Kremserfahrt: Auf dem Wagen geht es hier durch den Wald.

 

Das Anfrageformular für Vereine, Firmen und Reiseveranstalter befindet sich auf der Homepage unter folgendem Link:

http://www.spargelhof-klaistow.de/gruppen-feiern/tagesausflug/

 

Veranstaltungsmöglichkeiten:

Wer eine Familien- oder Firmenfeier plant, hat hier den besten Veranstaltungsort. Hier kann man einen abwechslungsreichen Tag verbringen. Ob Brunch oder Buffet, Koch Show, Betriebsführung oder Bauernolympiade. Hier kann man einen individuellen Tag verleben.

Auch unsere lieben Kleinen kommen hier bei einem Kindergeburtstag nicht zu kurz. Ein gesonderter Flyer verrät uns hier, dass es schon beim Essen der Zwerge verschiedene Möglichkeiten wie:

 

- Kindergeburtstagstafel: zwei bunte Muffins vom Hofbäcker mit einem Becher Kakao oder einem Glas Apfelschorle - bis 8 Kinder zu pauschal 36 €, jedes weitere Kind 4,50 €

- Die Süße Pfanne: Eierkuchen mit Nutella, Apfelmus und Vanillesauce - bis 8 Kinder pauschal 44 €, jedes weitere Kind 5,50 € (ohne Getränke)

- Pasta passt da: bunte Nudelpfanne mit Tomatensauce und ein Schokoladenpudding - bis 8 Kinder pauschal 52 €, jedes weitere Kind 6,50 € (ohne Getränke)

- Goldnuggets Schatz: Goldene Hähnchentaler und kleine Fischgoldbarren auf einer Schatzplatte mit buntem Ackergemüse, gestampften Kartoffelknollen und danach süßer Brei mit frischem Naschobst - bis 8 Kinder pauschal 68 €, jedes weitere Kind 8,50 € (ohne Getränke)

Dazu hat man dann die Möglichkeit noch ein oder gar mehrere Erlebnisse zu buchen. Wobei das hier eher vom Geldbeutel abhängig ist. Wo ich die Preise, für die in meinen Augen günstigen Gerichte, doch schon sehr angehoben finde und es zusammen mit einem Erlebnis schon richtig teuer werden kann. Das kann wieder nicht jeder bewerkstelligen.

 

Fazit:

Für Familien und Gruppen ist es ein schönes und erlebnisreiches Ausflugsziel. Als Pärchen hat man den Hof schnell über. Ist es einem doch zu überfüllt hier und der Hof überwiegend für Familien und Gruppen gemacht worden. Das Essen ist nun auch nicht so hervorragend, dass man dafür extra her kommen muss. An für sich muss hier jeder für sich entscheiden, ob das was für einen ist. Ich möchte hier keine klare Empfehlung aussprechen, höchstens mal für einen Besuch, dass man mal da war und mitreden kann mehr aber auch nicht. Ich kann nun aber auch nicht direkt abraten, deshalb bleibt meine Empfehlung in diesem Fall unentschlossen.

 

Bewertung:

An der Gastfreundlichkeit kann hier noch ordentlich gearbeitet werden. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist im Rahmen, könnte aber noch etwas günstiger werden. Gerade die Speiseangebote an Kindergeburtstagen sind etwas überteuert. Die Anbindung zum Spargelhof ist sehr gut. Man hat verschiedene Möglichkeiten dort hin zu gelangen. Zudem wird ein extra Shuttle-Bus angeboten. Sehenswürdigkeiten gibt es nicht sehr viele in der Umgebung. Von Sicherheit kann man nicht wirklich sprechen. Sicherheitspersonal haben wir dort noch nicht gesichtet. Dort sollte jeder selbst auf sich und seine Lieben achten. Gerade in dem Getümmel kann man sich schnell mal aus den Augen verlieren.