LAUSITZER SEENLAND


GLÜCK AUF IM LAUSITZER SEENLAND

Eine Begrüßung die durch den Braunkohletageabbau entstanden ist. Die Lausitz wurde durch die Industriekultur geprägt. Das Lausitzer Gold, die Braunkohle, wurde dort jahrzehntelang abgebaut. Zurückblieben riesige Löcher und Wüstenlandschaften, die über Jahre durch Menschenhand, in ein Naturparadies umgewandelt wurden.

Vom Wohnmobilstellplatz in Brieske aus, haben wir verschiedene Freizeitmöglichkeiten, in der Umgebung getestet. Das Lausitzer Seenland, ist für uns ein absolutes Urlaubsidyll. Mehr als ein dutzend Seen, laden zu einem Erholungsurlaub ein. Der Senftenberger See hat zahlreiche Strände, für FKK Freunde/innen, Hunde und normale Badegäste, zum Teil auch mit Spielplätzen. Rundherum um den See, kann man eine Radtour machen, bei der man eine Menge Sehenswürdigkeiten mitnehmen kann. Ein attraktives Reiseziel, dass zwischen Dresden und Berlin gelegen, die größte von Menschenhand geschaffene Wasserlandschaft Europas ist. Geprägt durch den Braunkohletagebau, kann man heute die Spuren der Vergangenheit, in unterschiedlichen Möglichkeiten erkunden. Wir kannten den Tagebau bisher nur aus dem Fernsehen und haben den Aufenthalt genutzt, um uns intensiver mit dem Thema auseinander zu setzen. Wir haben viele interessante und sehenswerte Orte entdeckt, die ich euch hier auf der Seite vorstellen möchte.

Auf der Karte sind alle Orte zusammen gefasst, die wir auf unserer Erkundungstour besucht haben.


Tourismusverband Lausitzer Seenland e.V.

Am Stadthafen 2

01968 Senftenberg

 

Telefon: 03573-7253000

Fax: 03573-7253009

Mail: info@lausitzerseenland.de

www.lausitzerseenland.de


1. SLAWENBURG RADDUSCH


Verein Slawenburg Raddusch e.V. 

Zur Slawenburg 1

03226 Vetschau OT Raddusch

  

Telefon: 035433-59220
Fax: 035433-592223
Internet: www.slawenburg-raddusch.de
E-Mail: slawenburg-raddusch@t-online.de

 

Die Slawenburg Raddusch, befindet sich in der brandenburgischen Niederlausitz. Sie steht in der Nähe, des heute zur Stadt Vetschau/Spreewald gehörenden Dorfes Raddusch.

 

Im 9. und 10. Jahrhundert, dem frühen Mittelalter, war die Niederlausitz am westlichen Spreewaldrand von ringwallförmigen Burganlagen überzogen. Eine dieser Slawenburgen, wurde wieder aufgebaut und für Besucher zur Besichtigung, geöffnet. Die Burg soll, an eine heute weitgehend verschwundene Kultur, erinnern. Für den slawischen Stamm Lusitzi, waren die rund 40 Burgen, eine Flucht- und Rückzugsort. Durch den Braunkohletageabbau, sind viele Denkmäler, einfach vernichtet worden, wie die Slawenburg Tornow.  

 

Da wir uns beide für die Geschichten unserer Vorfahren interessieren, war es genau der Richtige Ausflug für unsere Interessen. Auf den letzten Metern, konnten wir die Burg schon, aus der Ferne erkennen. An dem Eingang zur Slawenburg, gibt es einen großen Parkplatz, wo wir unser Motorrad kostenlos parken konnten. Zur Burg hin, läuft man einen langen Schotterweg entlang. Man kommt vorbei, an mit Pflanzen gezierten Wegen, auch ein Spielplatz liegt direkt am Weg. Möchte man in die Burg gehen, muss man sich ein Eintrittsticket kaufen. Die Kasse befindet sich rechts, am Eingang von der Burg. Auf der linken Seite, befinden sich Schließfächer, die wir gerne für unsere Motorradhelme genutzt haben. Wir gingen zunächst über den Innenhof und befassten uns mit dem Bau und den Materialien der Burg. In den Mauern, wurde ein Museum eingerichtet, in der sehr viel Informationsmaterial zur Verfügung steht. Dort kann man auch alle Fundstücke, von den Ausgrabungen, besichtigen. Eine schön eingerichtete Ausstellung, die sehr informativ ist. Nach der Rundgang durch die Ausstellung, sind wir eine Etage höher gegangen. Vom Innenhof aus, kommt man nach oben. Dort kann man auf dem Wall rundherum spazieren gehen und schöne Ausblicke in die Naturlandschaft genießen.

 

Der Besuch war sehr informativ. Der Eintrittspreis, war uns persönlich zu teuer. Verglichen mit anderen Freizeitmöglichkeiten in der Umgebung, ist die Slawenburg in der oberen Preisklasse angeordnet. Für Schulausflüge ein sehr guter Ort, den man mit Sach- und Geschichtsunterricht verbinden kann.

 

Das Video, ist die Dokumentation zu unserem Ausflug zur Burg und dem anschließenden Besuch bei den Biotürmen in Lauchhammer.



2. BIOTÜRME


Biotürme Lauchhammer

Finsterwalder Straße 57

01979 Lauchhammer 

  

Telefon: 0172-4114214

 

Die 24 Biotürme von Lauchhammer, dienten der einstigen Großkokerei zur Abwasserreinigung. Heute sind Sie ein besonderes Industriedenkmal. Auf zwei Aussichtskanzeln, bekommt man außergewöhnliche Perspektiven zum fotografieren. Es werden regelmäßig Führungen angeboten, bei denen man die Möglichkeit bekommt, die Aufsichtskanzeln zu besteigen und die Informationen über den Ursprung und die Verwendung der Biotürme zu erfahren.



3. SCHAUFELRADBAGGER SRS 1500-1473


Der Schaufelradbagger 1473 mit der Typenbezeichnung SRs 1500, wurde 1964/1965 vom VEB Schwermaschinenbau Lauchhammerwerk hergestellt. Bis 2002 war er im Einsatz. Er steht unweit vom Lausitzring entfernt. Seine Größe ist so pompös, das er die Bäume vor sich, noch weit überragt. Er steht in einem als Sperrgebiet ausgezeichneten, eingezäunten Gebiet, einfach auf einem Feld. Man sollte nicht zu nah heran gehen. Gerade bei windigem Wetter, ist er durch den Rostbefall, eine Gefahr durch herabfallende Teile. Durch seine einstige blaue Farbgebung, wird er unter Einheimischen, als blaues Wunder bezeichnet.


4. AUSSICHTSTURM SENFTENBERGER SEE


5. KOSCHENER KANAL


Der Koschener Kanal ist stolze 1.000 Meter lang und dient als Verbindungsstraße zwischen dem Senftenberger und Geierswalder See. Die Wasserstraße wurde für Sportboote und Ausflugsschiffe gebaut. Man unterquert in zwei Tunneln den Fluss Schwarze Elster und die Bundesstraße 96. 


6. SCHLEUSE KOSCHENER KANAL


Besonders für Fahranfänger auf dem Wasser, ist die Schleuse sehr aufregend. Wir haben Sie zu Lande überquert. Auf einer Radtour, sind wir zunächst am Koschener Kanal entlang gefahren, bis wir an die Schleuse kamen. Von dort aus ging unsere Tour weiter zum Geierswalder See. 


7. ROSTIGER NAGEL


Der rostige Nagel, ist ein Aussichtsturm am Sedlitzer See. Er ragt stolze 30 m in die Höhe. Traut man sich hinauf, bekommt man ein traumhaftes Panorama.


10. GARTENSTADT MARGA


Im Senftenberger Revier, entstand als Werkssiedlung für Bergarbeiter, die erste Gartenstadt Deutschlands. Heute kann man die besondere architektonische Bauweise bewundern, die vom Reichtum der einst wachsenden Industrieregion erzählt. Die attraktiven Werkssiedlungen entstanden Anfang des 20. Jahrhunderts. Großzügige Grünflächen, Gärten, sowie Zentren mit Einkaufsmöglichkeiten, Gasthäusern, und Theatern, wurden nach dem Vorbild der Gartenstadtidee errichtet. Die Bergmänner und Angestellten, arbeiteten gleich nebenan in den Tagebauen und Werken. Damals wie heute, versprüht die Gartenstadt einen besonderen Charme.


12. MUSEUM, SCHLOSS UND FESTUNG SENFTENBERG


Schloss und Festung Senftenberg

Schlossstraße

01968 Senftenberg

  

Telefon: 03573-2628 oder 798190

Fax: 03573-147879

E-Mail: museum-Senftenberg@museum-osl.de

Internet: www.museums-entdecker.de

 

An Schlechtwetter Tagen, ist das Schloss - die Festung Senftenberg mit Museum, eine sehr gute Möglichkeit, um sich ein paar Stunden lang, die Langeweile zu vertreiben. Senftenberg war bis 1815 eine sächsische Festung, die Geschichte "verlegte" Sie nach Brandenburg. In Deutschland zählt Sie als einzigartige Festungsanlage. Das Museum im Schloss erzählt in einer Ausstellung, warum aus einer kleinen Burg, ein Schloss mit einer starken Festung wurde. Auch erfährt man dort, wie aus einer sächsischen Festung eine brandenburgische wurde. Die interessante Ausstellung, ist wie eine spannende Zeitreise, durch die Geschichte der Lausitz. Man lernt die sorbischen Wurzeln von Senftenberg kennen, bekommt einen Einblick in den mittelalterlichen Glanz, die Bergbautradition und den Aufbruch ins 21. Jahrhundert. Es sind historische Stücke der ältesten Feuerwehr der Stadt ausgestellt, wertvolles Kircheninventar, eine riesige Weinpresse und eine altes Klassenzimmer aus dem vergangenen Jahrhundert. In einem Schaubergwerk, kann man unter Tage gehen und am Schreibtisch des Direktors der Ilse Bergbau AG einen Einblick in die Industriekultur erhalten. Wir haben dort aufregende und spannende Stunden verbracht, die wir als Bereicherung unseres Wissens empfunden haben.


15. FÄLSCHERMUSEUM


Seehotel Großräschen

Seestraße 88

01983 Großräschen

 

Telefon: 035753-690660

Fax: 035753-690669

E-Mail: info@seehotel-grossraeschen.de

www.seehotel-grossraeschen.de

 

Im Seehotel Großräschen befindet sich auch das Fälschermuseum. Dort sind sagenhafte 140 Fälschungen von Gemälden weltberühmter Künstler ausgestellt. Wir wollten das Museum eigentlich besuchen, allerdings hatten wir das Pech, dass an dem Tag eine geschlossene Veranstaltung statt fand. So tranken wir nur eine Tasse Kaffee in dem Hotel und erkundeten den Ort Großräschen zu Fuß.

 

Die drei Brüder Posin, stammen ursprünglich aus Russland, zählen mittlerweile zu den bedeutendsten Kunstkopisten Deutschlands. In Leningrad besuchten Sie die Kunstfachschule und im Anschluss die Kunstakademie. Dort profilierten Sie sich auf dem Gebiet der Kunstfälschungen. Heute nennt man Sie die drei ehrlichen Kunstfälscher von Neukölln. 


17. MOBILE WELT DES OSTENS


Mobile Welt des Ostens

Straße der Freundschaft 28

03205 Calau

 

Telefon: 03541-871555

 

Das Oldtimermuseum verfügt über eine umfangreiche Ausstellung mit weit über 150 historische Fahrzeuge und andere Alltagsgegenstände des Ostens. Wir haben viele Unikate entdeckt, die wir aus unserer Kindheit kannten. Ein Ort, an dem man in die Vergangenheit reisen und in Erinnerungen schwelgen kann. Für uns hat sich der Besuch dort sehr gelohnt. 


19. AUSSICHTSPUNKT WELZOW-STADT


Der Aussichtspunkt ist ein perfekter Ort, um sich die Ausmaße des aktiven Braunkohletagebaus anzusehen. Für uns war es ein erschütternder Anblick, den wir nie vergessen werden. Eine imposante Mondlandschaft im aktiven Tagebau, erstreckte sich so weit wir sehen konnten, vor uns. Mehr als 20 Millionen Tonnen Braunkohle werden jährlich aus dem Tagebau Welzow-Süd gefördert. Dort sieht man Dimensionen, die man sich unmöglich nur durch Beschreibungen hätte vorstellen können. 


20. BESUCHERBERGWERK F60


Besucherbergwerk F60

Bergheider Straße 4

03238 Lichterfeld

 

Telefon: 03531-60800 oder 608014

Fax: 03531-608012

E-Mail: info@f60.de

www.f60.de

 

Die Abraumförderbrücke F60, ist mit 502 Meter Länge, die größte bewegliche technische Arbeitsmaschine der Welt. Sie wird auch als liegender Eifelturm der Lausitz bezeichnet. Bei einem Besuch hat man die Möglichkeit, eine Führung mitzumachen, bei der man die imposante Arbeitsmaschine besteigen kann. In den Höhen bekommt man nicht nur atemraubende Ausblicke, man bekommt so auch den besten Einblick in die Welt, der außergewöhnlichsten Berufe der Welt. Ein sehr guter Ort, an dem man viele Informationen über die Geschichte und Technologien des Braunkohleabbaus in der Lausitz erfährt. 

Geheimtipp: Vom benachbarten Bergheider See, kann man ein einzigartiges Panoramabild von der Abraumförderbrücke machen.